Er wunde 1938 in Tolna (Ungarn) geboren.
1966 erwarb er sein Diplom im Fach Malerei an der Akademie für
Angewandte Kunst in Budapest. Seit dem stellt er regelmässing
in Ungarn und im Ausland aus. Er verwendte verschiedene Materialien
und versuchte sich in unterschiedlichen Gattungen: malte Secco,
entwarf Gobelin, arbeitete mit Öl und Öltempera, seit den 80er
Jahren malt er hauptsächlich Aquarelle.
Preise:
1984 A IV. Festészeti Triennálé díja, Szolnok
1986 A X. Országos Akvarell Biennálé díja, Eger
1987 A Szolnoki Téli Tárlat díja
1990 A XI. Országos Akvarell Biennálé díja
1994 A Nemzeti és Etnikai Kisebbségi Alapítvány nívódíja
1994 A XIV. Országos Akvarell Biennálé díja
1995 A Bizományi Kereskedőház Kortárs Kiállításának díja
1997 Őszi Tárlat Munkajutalma, Hódmezővásárhely
Pressestimmen und kritiken
"(..) Die Kunst von Géza Szily ist eine intime Malerei. Er gehört zu den
Mitgliedern der Mittelgeneration der ungarischer Maler, die während der raschen
Veränderungen der modernen Welt und darin der Kunst für die menschlichen Gefühle,
die tiefen und kathartischen Erlebnisse empflindlich blieben, und das schon
früh hoch gestellte Mass der technischen Ansprüche nicht abstiessen. Géza Szily
öffnete keine Tore, um die Alltage in seine Kunst eindrängen zu lassen, er ging
dem leichten Erfolg und der Mode der Vollideologisiertheit aus dem Wege. (..)
Er reagierte empfindlich auf sonderbare Landschaftsmotive, aber die Welt der
Menschen spiegelte er immer wieder. (..)
Die alle verschmelzen sich aber später
in seiner Phantasie und stehen zu scheinbar spontanen Bildeinheiten zusammen, die
mit den sürrealistischen Visionen der freien Assotiationen vergleichbar sind.
Géza Szily ist aber den Sürrealistens gegenüber kein automatischer Zurückgeber der
Seelenvorgänge, sondern bewusster Fromschaffer, der jedes Detail durchdenkt.
Dieseeigentümliche, fürihn so sehr charakteristische Zwiespältigkeit drückt sich
auch in den Werken aus. Seine gewählte Technik, das Aquarell lässtuns einen impulsiven
Maler ahnen, der das Bild nicht auf spekulativem Wege zustande bringt.
Géza Szily lässt seine Kompositionen wochen-, manchmal monatelang reifen, so
dass die konkreten Details schliesslich zu einem völlig frischen, bravourös
transparenten Aquarell zusammenfliessen, das in der leichten und eleganten
Lösung seinen Objekt nur ahnen lässt. Die überflüssigen Elemente verschwinden,
die Möglichkeiten der Freiheit der Phantasie und Technik ergänzen einander
vollkommen. (..)
Die Werke sind lyrische Bekentnisse mit Pinsel, Verwandten der nachsinnenden
zeitgenössischen ungarischen Essay-Literatur."
Dr. Éva Bajkay
"Todesphantasie im Bann des Symbolismus"
Ungarische Aquarell im Schworehaus - Eine Auswahl aus der Aquarell-Biennale Eger
"Zu den Rätselhaftesten, zugleich eindringlichsten Bildern gehören jene Géza Szilys.
Das Spiel ist aus und Der gebrochene Stier sind Botschaften aus
einer Welt zwischen Fabel und Mythos, Tier-Erzählungen, die kindliche Kontrafakturen grosser
mythologischer Gemälde wirken. Um so rückhaltloser zeugen sie von einem geradezu animalischen
Schrecken, einer kreatürlichen Rettungslosigkeit jenseits von Religion und
Zivilisation. Eine unscheinbare Kreuzigungsszene auf dem Bild des Stiers, der
zu einer Ratte "gebrochen" wird, und die Wiederholung des Kreuz-Motivs als
Durchkreuzung auf Das Spiel ist aus binden Theologie und Nihilismus,
Erlösung und Auslöschung untrennbar aneinander."
Martin Mezger
Esslinger Zeitung, 31.12.1990.
"(..) Geschieht etwas in Europa, wiederhallt es auf Szilys Bildern, empfindlich,
künstlerisch rief. Wir reisen in Raum und Zeit durch Europa und in der Welt:
ein Sternschuppen kann man in Mezőtúr an der Theiss in der Nacht geauso bewundern
wie im Hafen von Hamburg. (..)
Betrachtet man die Werke der vergangenen zehn, fünfzehn Jahre, können wir die
Zusammenhänge, den Auslöser, den Gedanken, die die Geburt eines Bildes in Gang gesetzt hat,
erraten. Und oft sind es tägliche politischen Ereignisse. (..)
Seine Malerei ist trotzdem keine politische Manifestation, keine Programmmalerei, nur
seine Arbeitsweise ist die, dass den Grundgedanken eines Werkes eine
Nachricht im Rundfunk oder im Fernsehen, ein Erlebnis gleichermassen auslösen
kann. Szily ist ein Europäer wie wir, die sich beängstigt fühlen, sich bereit
Bilder malen, die ihre Betrachter erfreuen oder eben nachdenklich sinnen:
wie ist eigentlich unser Europa?"
Éva Mayer
Aus Barátság 95/4.
Romantische Szenen - vielleicht als Paraphrase aus historischen Ereignissen,
viellecht von literarischen Werken, von Theaterstücken, Erinnerungen oder von
Situationen, die die Panthasie gebar -, seltsame Gestalten werden auf den Werken
von Géza Szily allmählich sichtbar. Der Ausdruck "allmählich sichtbar werden"
ist keine literarische Redewendung: der Engel, der Held, der Reiter, der
Lanzenwerfer (?) werden tatsächlich aus dem laerischen Wirbel allmächlich
sichtbar, um sich dann in dem wilden Erglöhen der Farbflecken wieder aufzulösen.
Szilys Kolorit ist von erhöhter Kraft, von tiefer Intensität, seine Blätter
durchzieht Lebhaftigkeit. Die Ausarbeitung ist durch das Reichtum an Einzelheiten
gekennzeichnet: die Bildoberfläche ist Schauplatz ständigen, überall vorhandenen
Ineinander-verschmelzens, Übereinanderfliegens. Die Spannung dieser Aqurelle
nährt sich aus dem Gegensatz zwichen dem rätselhaften Geschehen, den Aktionen und
aus der diesen Raum schaffenden und gebenden malerischen, abstrahierten
Umgebung: bereits beinahe schon konkret werdende Ereignisse spielen sich in
dem inbegreiflichen Raum, in dem genau nicht interpretierbaren, abstrahiertem
Medium ab.
Tibor Wehner
(Übersetzt von Johanna Till, Gábor Kerekes)
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